Langenberg und der Pfefferpotthast

18.02.2021

Langenberg und der Pfefferpotthast

Eine Tradtion - zum Jubiläumsauftakt (150 Jahre) mal anders...

Jubiläumsauftakt nach (Corona-)Maß - Essen und Trinken hält zusammen

Jedes Jahr im Januar findet die Wintergeneralversammlung (WGV) der St. Lambertus Schützenbruderschaft Langenberg statt. Seitdem es die Gaststätte Brill nicht mehr gibt, trifft man sich in der örtlichen Mehrzweckhalle. Traditionell gibt es zu dieser Versammlung das „Pfefferpotthast-Essen“. Leider gibt es in den Annalen der Bruderschaft keinen Hinweis, seit wann es so gemacht wird, aber seit dem Neubeginn nach dem Zweiten Weltkrieg ist es in Langenberg nicht mehr wegzudenken. Mit Bernd Borgmeier, dem Inhaber der Traditionsgaststätte „Pütts“, hat die Bruderschaft einen verlässlichen Koch und Partner gefunden, der dieses leckere Gericht traditionell kocht und umsetzt.

Den Start in das laufende Jahr hatte man sich allerdings etwas anders vorgestellt. 2021 feiert die St. Lambertus Schützenbruderschaft Langenberg ihr 150-jähriges Bestehen. Hier sollte die Wintergeneralversammlung der „Startschuss“ für viele Aktivitäten rund um die Bruderschaft sein. So sollten der Bezirksbruderschaftstag, das Bezirksschützenfest sowie das eigene Jubiläumsschützenfest als Highlights in die diesjährige Planung eingehen. Corona hat den Schützen einen Strich durch die Rechnung gemacht. Was und wie in diesem Jahr gefeiert werden kann, steht in den Sternen. Also was tun in so einem Jahr?

Den Vereinsspitzen war klar, dass der „Startschuss“ nicht einfach so im Sande verlaufen sollte. Im Vorstand kam daher die Idee für das „Pfefferpotthast-Essen zu Hause“ auf. Jede Schützenschwester und jeder Schützenbruder konnte für sich samt Familie das schmackhafte Pfefferpotthast bestellen und am Tag unserer eigentlichen Wintergeneralversammlung (23.01.2021) bei Pütts abholen. Per Bestellformular konnte man sich persönlich, per Mail oder per WhatsApp an die Initiatoren wenden. Die örtliche Brauerei Hohenfelde als Begleiter und Partner unterstützte die besondere Aktion. Die Mitglieder hatten die Wahl zwischen Pils, Radler alkoholfrei und Doppelmalz.

Jede Schützenschwester und jeder Schützenbruder, der länger in so einem Projekt steckt, kennt das Phänomen: Es kommen im Laufe der Planung immer mehr Ideen zusammen. Die große Resonanz auf die Aktion führte zur Idee einer Fotoaktion. Wer das „Pfefferpotthast zu Hause“ stilecht in Uniform genießen wollte, sollte davon ein Foto schicken. Und die Langenberger Schützen ließen sich das nicht 2x sagen. Das Essen wurde teilweise schon in Uniform abgeholt und die Initiatoren erreichten viele Fotoeinsendungen, unter denen 10 Kisten Hohenfelder Pils verlost wurden.

Natürlich wurden die Coronaschutzverordnungen eingehalten. Mindestabstände, Maskenpflicht, sowie ein regulierter Einlass zur Abholung (dafür war der amtierende König Frederic I. Stallein verantwortlich) wurden professionell umgesetzt.

Ein großes Hallo gab es, als die Schützen die mitgelieferte „Jubiläumsedition“ entdeckten. In Zusammenarbeit mit der heimischen Brauerei Hohenfelde war ein Flaschenetikett für das Hohenfelder Pils entwickelt worden, das auf das 150jährige Jubiläum hinweist. Die erste Abfüllung ging dann direkt in die Pfefferpotthastaktion und war schon mal ein toller Start. Weitere Abfüllungen werden zu festen Terminen im Schützenjahr folgen.

An diesem Tag wurden 850 Portionen Pfefferpotthast an hungrige Schützenschwestern und Schützenbrüder ausgegeben (bei einer regulären WGV rund 370 Portionen). 2.550 Flaschen Hohenfelder Pils, Radler alkoholfrei und Doppelmalz wurden dazu von den freiwilligen Helfern verteilt. Eine rundum gelungene Aktion. Trotzdem hoffen alle, dass es eine einmalige Aktion war und im kommenden Jahr wieder gemeinsam die Wintergeneralversammlung abgehalten werden kann.


Anmerkung der Redaktion: Das Rezept für den Pfefferpotthast ist leider geheim und wurde nicht verraten und die begleitenden Getränke konnten nicht per Mail zugestellt werden. ;-)

Hans Peter Busch

Foto: (c) Königspaar
Foto: (c) Anne Brormann
Foto: (c) Ulf Osterlangenberg
 
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