Diözesanpräses Martin Göke:

25.02.2021

Diözesanpräses Martin Göke:

Gute Gedanken von Pater Anselm Grün - Corona in der Fastenzeit


Liebe Schützenschwestern und Schützenbrüder,

hier einige gute Gedanken von Pater Anselm Grün, welche ich euch gerne weitergeben möchte:

"Letztes Jahr im März, als der Lockdown begann, dachten wir, dass die Corona- Krise bis zum Sommer überwunden ist. Doch jetzt kämpfen wir immer noch damit. In diese herausfordernde Situation fällt nun die Fastenzeit. Alle geistlichen Methoden der christlichen Tradition für die Fastenzeit dienen der Selbstbegegnung: Wir verzichten bewusst auf ein Übermaß beim Essen und Trinken. Denn wir wissen, dass wir Essen und Trinken im Übermaß als Flucht missbrauchen, um uns selbst nicht mehr zu spüren. Wir entrümpeln jetzt auch unsere Kalender, um mehr Zeit für uns zu haben. Wir üben bestimmte Verhaltensweisen ein, damit wir uns frei fühlen und nicht mehr von unseren Bedürfnissen beherrscht werden.
 
Ende März begehen wir in diesem Jahr dann die Karwoche, das Ziel der Fastenzeit. Da geht es um unsere tiefste Verwandlung: um die Verwandlung vom Tod zum Leben, von der Einsamkeit zur Gemeinschaft, der Verzweiflung zur Hoffnung, der Verlassenheit zur Geborgenheit. Eine solche Verwandlung kann nur dann in uns geschehen, wenn wir uns der eigenen Wahrheit stellen, auch der schmerzlichen Wahrheit, wie sie uns die Passionszeit und die Karwoche vor Augen halten: verurteilt, verspottet, verletzt, gegeißelt und festgenagelt werden und schließlich einsam sterben. Wir schauen all die negativen Aspekte unseres Lebens an, in der Hoffnung, dass Ostern alles verwandelt. Nicht wir müssen uns verwandeln: Gott selbst wird uns verwandeln, so wie er seinen Sohn Jesus Christus verwandelt hat, als er ihn aus dem Tode erweckte."

Ihr Anselm Grün


So wünsche ich Euch allen eine gesegnete Vorbereitungszeit auf Ostern,
Euer Diözesanpräses Martin Göke

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