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Adventsmeditation

03.12.2023

Adventsmeditation

Gedanken zum Advent von Diözesanpräses Martin Göke


Liebe Schützenschwestern und Schützenbrüder!

Hier Worte von Anselm Grün, die ich euch weiterleiten möchte:

„Die Legende der Heiligen Barbara und der Brauch der Barbarazweige können ein Bild für unseren Weg im Dezember sein. Barbara wird meist mit dem Turm dargestellt, in den ihr Vater sie gesperrt hat. Aber während der Vater auf Reisen war, ließ sich Babara taufen. Sie fand im Turm zu sich selbst, sie entdeckte ihr wahres Selbst, ihre einzigartige Gestalt. Als Ausdruck ihres Glaubens an den dreifaltigen Gott ließ sie drei Fenster in den Turm schlagen. Ihr Vater war darüber so wütend, dass er sie töten wollte. Aber Barbara konnte fliehen. Ein Felsen tat sich auf und bot ihr Zuflucht. Doch ein Hirt verriet sie. So wurde sie zum Tod verurteilt, und ihr Vater selbst enthauptete sie. Daraufhin traf ihn, so die Legende, selbst der Blitz.

Barbara genoss zunächst vor allem in Oberschlesien als Patronin der Bergleute Verehrung. Dann aber auch im Ruhrgebiet und in vielen anderen Gebieten, in denen Bergbau betrieben wird.

Bis heute schneidet man an ihrem Tag, dem 4. Dezember, Kirschzweige oder Zweige von anderen Obstbäumen und stellt sie ins Wasser, in der Hoffnung, dass sie an Weihnachten aufblühen.

Das ist ein schönes Symbol für die Adventszeit: Die Liebe, die in uns oft genug vertrocknet ist, möge neu in uns aufblühen. Den Turm, mit dem Barbara dargestellt wird, können wir als symbolisches Bild für die eigene Selbstwerdung verstehen.

Es geht es in der Adventszeit um diese beiden Bilder: Zum einen, dass unser Leben trotz aller Kanten rund wird, dass wir unsere Ganzheit wieder finden. Und es geht darum, dass in uns die Liebe, die manchmal von äußeren Dingen verdeckt wird, in uns aufblüht und neue Lebendigkeit in unser Miteinander bringt.“

Die blühenden Zweige können mitten im Winter neue Hoffnung für unser Leben sein.

Sie können an einen Satz erinnern, der von Pater Josef Schulte stammt, der vor einem Jahr verstorben ist: er sprach von der „Schönheit des Glaubens“. Der Mensch erfährt im Glauben, Zuneigung, Liebe. Wäre es nicht schön, wenn wir trotz aller Kritik an der Kirche, etwas von der Schönheit des Glaubens weitergeben? Von dem Glauben, der uns trägt, der Halt gibt und aus dem wir Kraft schöpfen können. Kirchenpolitik ist Zeitgeschichte. Der Glaube aber zeitlos. Der Satz von Pater Schulte kann unser Leben prägen und uns im Advent begleiten: „Die Schönheit des Glaubens“.

Wir werden sie erleben, wenn wir bewußt und wachsam leben.

So wünsche ich Euch eine gesegnete Adventszeit.

Möge Jesus Christus unser Leben erneuern und es mit einer Liebe erfüllen, die stärker ist als alle Dunkelheit der Welt, als alle Bedrängnisse von außen.

Euer Martin Göke, Diözesanpräses

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