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im Bund der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften e.V.

Stellungnahme zur Missbrauchsstudie in der kath. Kirche

12.03.2026

BHDS-Diözesanverband Paderborn zur Veröffentlichung der Studie zu sexualisierter Gewalt im Erzbistum Paderborn – Aufarbeitung und Verantwortung im Blick


Studie

Am heutigen Donnerstag, 12. März 2026, wurde durch die Universität Paderborn der erste Teil der unabhängigen Studie zu sexualisierter Gewalt im Erzbistum Paderborn veröffentlicht. Seit Anfang 2020 wurden dafür umfangreiche Akten ausgewertet und Zeitzeugen befragt. Die vom Erzbistum Paderborn in Auftrag gegebene Untersuchung beleuchtet den Zeitraum von 1941 bis 2002.

Der Diözesanverband Paderborn des Bund der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften mit über 76.000 Mitgliedern nimmt diese Veröffentlichung mit großer Ernsthaftigkeit und Respekt zur Kenntnis.

An diesen Tagen wird das Leid der Betroffenen sichtbar, die Unvorstellbares erleiden mussten oder zum Teil bis heute erleiden. Die Zahl der Taten und Täter macht den Verband tief betroffen.

Dazu erklärt Diözesanbundesmeister Mario Kleinemeier:
„Unser besonderes Mitgefühl gilt den Betroffenen sexualisierter Gewalt. Ihr Leid und ihre Erfahrungen müssen gehört, anerkannt und ernst genommen werden. Eine offene, ehrliche und transparente Aufarbeitung des Geschehenen ist unerlässlich, um Verantwortung zu übernehmen und verlorenes Vertrauen wiederaufzubauen.“

Als größter katholischer Erwachsenenverband im Erzbistum Paderborn tragen auch die Schützenbruderschaften Verantwortung für eine Kultur der Achtsamkeit und des Schutzes. Viele Bruderschaften engagieren sich in der Kinder- und Jugendarbeit sowie im gesellschaftlichen Leben ihrer Gemeinden. Deshalb ist es für den Diözesanverband selbstverständlich, Prävention, Sensibilisierung und klare Schutzkonzepte zu unterstützen und weiterzuentwickeln.

„Wir erwarten, dass die Ergebnisse der Studie sorgfältig ausgewertet werden. Die Aufarbeitung sexualisierter Gewalt in der Kirche bleibt eine dauerhafte Aufgabe, die konsequentes Handeln erfordert“, so Kleinemeier.

Dabei gilt es, den größtmöglichen Schutz für Kinder, Jugendliche und Schutzbefohlene Erwachsene sicherzustellen und den bereits eingeleiteten Bistumsprozess im Erzbistum Paderborn konsequent fortzuführen.

„Der BHDS-Diözesanverband Paderborn wird diesen Prozess weiterhin aufmerksam begleiten und sich auch künftig für sichere Strukturen sowie einen verantwortungsvollen Umgang in allen Bereichen des Verbandslebens einsetzen. Als Verband sind wir bereit, einen kritisch-konstruktiven Beitrag zu leisten, damit die Kirche als Ganzes wieder ein menschenfreundliches Gesicht zeigt und ein starkes Miteinander und Füreinander wachsen kann“, so Diözesanpressereferent Benedikt Laame.

Aufgabe der Bistumsleitung muss es nun sein, im offenen Dialog mit allen Beteiligten Hilfe und Unterstützung zu leisten. Bereits am morgigen Freitag wird das Erzbistum Paderborn die Untersuchungsergebnisse einordnen. Dazu wird Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz gemeinsam mit Vertretern der Betroffenen Stellung nehmen. Zudem sind Gespräche mit Betroffenen sowie drei regionale Dialogveranstaltungen geplant.

Zweiter Teil der Missbrauchsstudie 2027 erwartet

Die Missbrauchsstudie im Erzbistum Paderborn wurde 2023 um die Amtszeit des früheren Erzbischofs Hans-Josef Becker erweitert. Die Ergebnisse dieses zweiten Teilprojekts werden voraussichtlich im Jahr 2027 veröffentlicht.

„Mit der Studie wird deutlich, wie wichtig es ist, dass jeder hinschaut und Verantwortung übernimmt. Die Vergangenheit zeigt das Leid vieler Menschen – durch heute etablierte Schutzmechanismen können wir jedoch für besseren Schutz sorgen und den Betroffenen gezielt helfen. Unsere Aufgabe ist es, aufmerksam zu sein, Verantwortung zu tragen und das Leid anzuerkennen“, so Kleinemeier.

Rückfragen: Diözesanpressereferent Benedikt Laame


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